
HAPPY
DAYS
"Melancholic
Memories"
( Mid Winter / W.A.Y.
)
Tracklist:
01. Drowning in Razorblades
02. The Beginning
03. Neglect...
04. Slowly and Painfully
05. Sneni (Trist Cover)
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Mit
seiner Angebeteten am Strand liegend, mit einer Flasche feinstem
Wein im Schlepptau liegend zusammen in den erdunkelnden Sonnenuntergang
blicken
für viele hört sich diese Geschichte an
wie das Ende eines perfekten, schönen Tages. Was man aber
auf "Melancholic Memories" der aus Amerika stammenden
Band HAPPY DAYS zu hören bekommt, hat damit recht wenig zu
tun. Nach 3 Demos im Jahre 2007, war 2008 nun das große
Jahr für die erste Veröffentlichung. Das Debütalbum
dieser 2er Formation rund um Morbid und Karmaggedon entführt
dem spannend an den Boxen lauschenden Wesen tief in eine Welt
voller misanthropischer und selbstzerstörerischer Gedankengänge,
welche sich unangefochten beißend in deinem Denkzentrum
festklammert. Eingeleitet wird "Melancholic Memories"
von "Drowning In Razorblades", der gleich mal mit ruhigen
Klavierpassagen und eine Art gesprochenem "letzten Willen"
an den Start geht. Vergleiche an diversen SHINING oder auch FORGOTTEN
TOMB Liedern wäre hier sicherlich angebracht, aber ich behalte
mir das mal noch vor. "The Beginning" empfängt
uns mit einem recht schleppenden Gitarrenriff, der sich aber bald
gänzlich anfängt zu verzerren und den Gesamten noch
den letzten Tropfen innermenschlicher Unausgeglichenheit aufdrängt.
Das Schlagwerk ist dezent simple gehalten und passt sich passend
dem Klangbild des Liedes an. Die Texte werden teilweise gesprochen,
teilweise geschrieen oder auch gegrölt. Was man an allen
Titeln sofort erkennen kann ist die geballte Wucht und Aussagekraft
der hier dargebotenen lyrischen Vertonungen. Morbid gelingt es,
mit seiner stimmlichen Vielfältigkeit den Liedern genau das
gewisse Etwas zu verleihen, was man bei anderen Projekten leider
vermissen muss. Die 3 restlichen Tracks müssen meiner Meinung
nicht extra erwähnt werden (außer vielleicht "Sneni",
aber auch nur weil es eine Coverversion der Formation TRIST ist),
da sie sich geradlinig an der Dichtheit und der Thematik der ersten
beiden Lieder orientieren. Schlussendlich bleibt mir hier noch
zu erwähnen, dass HAPPY DAYS sich mit "Melancholic Memories"
die Messlatte für nachkommende Veröffentlichung schon
recht hoch gelegt haben. In einer Genreklasse, die aber zweifelsohne
(noch) von den Herren von SHINING dominiert wird. Ich aber bleibe
für die Zukunft für neues Klangwerk gerüstet und
freue mich jetzt schon auf kommende fröhliche und glückliche
Tage!
8/10
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