
BESATT
"Black
Mass "
( Undercover Records )
Tracklist:
01. Black Mass
02. Born To Revenge
03. Suicidal Ritual
04. Final War
05. Son Of Pure Viking Blood
06. Towards The Abyss
07. Demoniacal Possession
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Dies
ist neben einer Demo und der einen oder anderen Split das sechste
Full-Lenght Album der altbekannten Schwarzmetallkapelle aus Polen.
Schon das Coverartwork lässt keine Zweifel über den
lyrischen Inhalt entstehen, der sich gemäß dem Titel
ohne weiteres mit einem dunklen teuflischen Ritual vergleichen
lässt.
Gleich zu Beginn dieses infernalen Werkes erklingt der Titelsong,
denn ein Intro sucht man hier vergebens. "Black Mass"
ist von der ersten Sekunde weg im rhythmischen Mid-Tempo angesiedelt
doch nach knapp mehr als einer Minute wird das Tempo zwischenzeitlich
deutlich erhöht, wobei sich hier sehr schnell die gute Aufnahmequalität
bezahlt macht da jeder Ton eindeutig heraus zu erkennen ist. Im
weiteren Verlauf ist der über 5 Minuten andauernde Song geprägt
von Geschwindigkeits- und Rhythmuswechseln, was dem Hörer
gleich einmal zeigt, dass hier erfahrene Songwriter am Werk sind.
Es folgt "Born to Revenge" in dem man es sofort mit
sehr ausgefeiltem high-speed Black Metal zu tun bekommt ohne,
dass in irgendeiner Phase die Melodie verloren geht. Diese Teils
sehr eingängigen Riffs, kombiniert mit passend geknüppeltem
Schlagwerk und der bestialischen Stimme Fulmineus' kommt echt
gut rüber! In "Suicidal Ritual" wird das Tempo
drastisch gesenkt und es erklingt eine Akustikgitarre neben den
üblichen verzerrten Tönen. Dies macht das Stück
sehr stimmungsvoll und verleiht dem gut gewählten Titel das
passende musikalische Gewand. Es Folgt das vierte Lied "Final
War" und man wird förmlich von einer Sekunde auf die
andere aus dem suiziden Trott seines Vorgängers gerissen.
Ähnliche Strukturen, wie sie schon beim Titeltrack zu Tage
kommen ziehen sich auch durch dieses Stück und wenn man sich
ein wenig in die Thematik hineinversetzt, hat das Ganze schon
etwas Kriegerisches, auch wenn ich "Final War" aufgrund
der Bezeichnung eher am Ende des Albums erwarten würde anstatt
genau in der Mitte. "Son of Pure Viking Blood" präsentiert
sich darauf folgend zu Beginn ruhig und harmonisch, nur akustisch
mit Klängen einer Meeresküste hinterlegt und geht danach
in hymnische/atmosphärische Riffs über. Nach ein paar
Minuten setzt eine allem Anschein nach elektronisch bearbeitete
Clean-Stimme ein. Alles in allem glaubt man sich plötzlich
in einem komplett anderen Genre zu befinden und es hört sich
keinesfalls "BESATT-typisch" an. Eventuell ein kleiner
Abstecher in Richtung "Viking Metal á la Bathory",
sorgt aber auf jeden Fall für ein wenig Verwunderung. Danach
drischt einem sogleich "Towards the Abyss" ins Ohr und
schon befindet man sich wieder in gewohnten Gewässern. Ein
brachialer Riff als Einstieg gefolgt von Geblaste und Gekreische
wie man es sich nur wünschen kann. Auch im abschließenden
Song "Demonic Posession" zeigen sich die Herrn aus Polen
nochmals von ihrer brutalsten Seite wodurch das Album, nach zwischenzeitlichen
experimentellen Ausflügen, ein letztes Mal seine dämonische
Seele offenbart.
Mein Resümee: Ein solides Werk hoher Black Metal Kunst. Leider
keine ganz großen Highlights, dafür fällt "Son
of Pure Viking Blood" für meinen Geschmack doch zu extrem
aus dem Soundkonzept. Für Freunde bösen, polnischen
und durch und durch satanischen Black Metals kann ich diesen Silberling
jedoch ohne schlechtes Gewissen weiter empfehlen!
7.5/10
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