URLOG
geführt mit "Sangius" und "Fimbultyr"
- Freitag, 14.11.2008

http://www.myspace.com/urlogband

Grüß Euch, euer Album "Harjaz" ist jetzt schon eine Zeitlang draußen, scheint so als wäre URLOG eine der meist gehassten Bands im Untergrund, woran liegt das?
Fimbultyr: Grüße dich, nun ja, man kann es ja nicht jedem recht machen was unsere Musik anbelangt. Sicherlich liegt es auch noch daran, das uns einige nicht mögen, was die Vergangenheit von URLOG, Interviews und auch die Veröffentlichung von "Bollwerk Germania" angehen. Mehr braucht man denke ich nicht zu sagen, außer, dass es die Vergangenheit war und die Meinungen und Aussagen von diversen Leuten aus diesen Foren mir am Arsch vorbei gehen. Sollen sie sagen und behaupten was sie wollen.
Sangius: Na ja, ich denke schon, dass diese Aussage etwas übertrieben ist. Natürlich haben wir einiges an seltsamer Kritik zu hören bekommen, aber selbst das Negative war noch nie richtig schlecht.

Nein da habe ich mich auch schlecht ausgedrückt, die Kritiken halten sich natürlich in maßen! Genauer bezieht sich meine Frage auf eure "Harjaz" Reviews (Legacy Magazin und Finalwar Heftchen) und gewisse Internet Foren wo sie euch gerne runtermachen oder gar als NSBM Band hinstellen, eure Stellung in den Metal Medien scheint nicht die beste zu sein.
Fimbultyr: Man sollte Frauen genauso wenig Reviews schreiben wie Auto fahren lassen.

Du bezieht dich hierbei auf Das Legacy Review von Diana Glöckner…
Fimbultyr: Wie man mit Begeisterung lesen konnte, hat das Mädel keine Ahnung was sie von sich gibt. Wenn ich schon das mit dem Helden Epos lese, muss ich mir mehr als nur schwer einen Lachkrampf zurück halten. Was das Finalwar Heftchen angeht, höre ich jetzt zum ersten Mal davon, dass es so was gibt. Und da ich das Heftchen nicht kenne und auch nicht das was sie über uns schreiben, sind sie mir genauso egal wie ihr Magazin.
Sangius: Wir waren im Finalwar Heftchen? Sachen gibt's. Was haben die denn geschrieben? Die Schreiberin vom Legacy Magazin hat sich durch ihre Sätze selbst ins Abseits gestellt. Wenn man zuerst schreibt, dass unsere Texte einfallslos sind, später aber meint, dass es was gutes hatte, dass wir diese nicht abgedruckt hätten und die Liednamen "schlimmste Heldenlyrik vermuten lassen" .Dann zeigt dies nur, dass sich die Person in keinster Weise mit dem ganzen auseinandergesetzt hat. Man kann etwas, das man nicht kennt, nicht als einfallslos bezeichnen. Deswegen nehme ich das ganze auch nicht wirklich ernst. Die einzige ernstzunehmende Kritik, die ich bis jetzt gehört habe, war die schlechte Soundqualität. Das diese nicht die beste ist, lässt sich auch nicht leugnen. Aber dafür, dass ich das erste mal versucht habe, so was zusammen zu schneiden und zu mischen, finde ich es eigentlich ganz ok. Aber ich bin auch froh, mich nicht mehr darum kümmern zu müssen. Denn für die nächste CD Aufnahmen haben wir in einem Tonstudio. Was die Bezeichnung als NSBM Band angeht, durfte ich letztens erst wieder lesen, dass wir wohl eine Szenebekannte Band wären. Da sieht man mal, dass wenigstens die Antifa unsere Musikqualität zu würdigen weiß. Aber mal ernsthaft, ich habe mittlerweile keine Lust mehr mir über diese Affen Gedanken zu machen.

Habt ihr wirklich immer noch nach der Veröffentlichung eurer Mini-Cd "Bollwerk Germania" 2006 mit vorurteilen zu kämpfen, da euer damaliger Drummer "Jafnhar" ohne eurem Wissens diverse Werbungen im Booklet abdrucken hat lassen oder bezieht sich diese unwissende Hetze doch mehr auf dem Song "Kulturkampf" und dem Refrain "Tod dem Islam…"?

Fimbultyr: Irgendwo gibt es immer noch welche, die uns wegen der Mini-CD als NSBM Band hinstellen wollen. Scheinbar wird man hier in Deutschland schnell zur einer NS begeisterten Band, sobald Wörter wie Germania vorkommen.
Sangius: Wenn wir die Sache mit Jafnhar mal außen vor lassen, dann muss ich sagen: Ja, die Bollwerk Germania wird uns immer noch vorgeworfen. Und, nein, die Leute haben sich nie tief genug mit der ganzen Sache auseinandergesetzt um eine Kritik die über "die CD heißt Bollwerk Germania also sind es Nazis" hinausgeht.

Wieso wird es eigentlich in dem Genre akzeptiert das man gegen das Christentum wittert, doch wenn man gegen jegliche andere Religionen wie Judentum oder dem Islam singt, wird man sofort als rechtslastig eingestuft und muss damit rechnen das Black Metal Medien(!) der Band keine oder kaum mehr Beachtung schenken weil man ja von irgendeinem Antifa Tölpel als Nazi Band hingestellt wird?
Fimbultyr: Ich verstehe die ganze Aufregung darüber auch nicht. Denn wenn man sich genauer informiert, dann weiß man auch, dass das Juden-Christentum, wie auch der Islam aus der gleichen Kinderwiege entstammen. Also wieso darf/sollte man nicht auch das recht haben, gegen diese Großsekten zu singen/hetzen. Egal wie viel Jahrzehnte/hunderte vergehen, bestimmte Sekten aus dem Orient bleiben ein Tabu Thema. Deswegen singen die meisten Bands auch nicht gegen Sie, da sie so geschickt dem Ärger aus dem weg gehen wollen. Aber ob dies ein Ausweg ist, bezweifle ich, denn wenn die Antifa nichts gegen deine Musik in der Hand hat, wird diese rote Brut eben was erfinden. Es ist eine neuzeitliche Hexenjagd und die heilige Inquisition ist diesmal die Antifa.
Sangius: Kompliziertes Thema, einfache Antwort: Weil die Menschen dumm und feige sind. Hinzukommt ihr beschränktes Weltbild und die Unfähigkeit zu denken. Ich könnte das ganze jetzt zwar näher ausführen, aber ich schließe das ganze lieber mit einem Zitat von Curt Goetz ab. "Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht."

Sollten doch gerade Black Metal Magazine, Bands nicht ausgrenzen, anhand von religionsfeindlichen Texten, Black Metal ist doch eine extreme Form der Musik, doch wenn sich schon in den eigenen Reihen Personen befinden, die Ausschließen und Bands auf den imaginären Index setzten, da frage ich mich wie es in naher Zukunft um unsere Musik bestellt ist!
Fimbultyr: Es gibt genügend Black Metal Zines, die sich nicht der Hexenjagd angeschlossen haben und diesen Bands eine Chance geben, ihre freie Meinung zu äußern. Vor kurzen sah ich auf einer Internetseite, "Buddah statt Wotan". Über solche Aussagen regen sich die großen Magazine nicht auf, sondern unterstützen noch so eine morbide Aussage.

Du beziehst Dich hier auf die Wikinger Band KROMLEK und deren ex Sänger aus Franken…
Fimbultyr: Aber zurück zum Thema. In naher Zukunft wirt die extreme Form des Black Metals weiter bestehen, da wir nicht abhängig sind von irgendwelchen Zensur Heftchen oder Labels.
Sangius: Je mehr Menschen in einer Szene agieren, desto mehr Idioten sind um einen rum. Sich zu isolieren würde allerdings einen Rückzug darstellen und einen daran hindern sich weiter zu entwickeln. Ich denke, dass sind alles natürliche Vorgänge die immer wieder auftreten wenn Menschen in größeren Gruppen sich einem Thema widmen. Wir befinden uns zurzeit an einem Tiefpunkt, aber ich denke durch die Arbeit der Menschen denen das ganze noch wirklich am Herzen liegt, wird sich ein neuer Weg finden lassen, diese Kunst richtig auszuleben.

Neues Label wurde auch gefunden, was versprecht ihr euch von Juvavum Records Österreich?
Sangius: Weniger Arbeit für uns selbst. Nein, ernsthaft, ich denke die Zusammenarbeit mit Juvavum Records wird uns viel Arbeit abnehmen und uns die Möglichkeit geben, die Qualität der nächsten CD in vielerlei Hinsicht zu verbessern.

"Weltenbrand" so der neue Arbeitstitel des kommenden Albums was wird man erwarten können?
Fimbultyr: Eine Portion voller Hass. Lasst euch einfach mal überraschen.
Sangius: Wir befinden uns gerade mitten in den Aufnahmen, deswegen ist es nicht so leicht ein Urteil darüber abgeben zu können, wie das fertige Werk aussehen wird. Aber ich hoffe doch mal, dass wir es geschafft haben uns zu steigern.

Eure erste richtige Studioproduktion darüber hinaus habe ich erfahren, dass der Schweizer Führende Black Metaller "Satorius" (MOUNTAIN KING, ex AMON Basser) ein paar URLOG Tribute Songs für "Weltenbrand" einspielen wird, wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Sangius: Ich will noch nicht zuviel versprechen, aber ich hoffe doch, dass es so klappt wie du es beschreibst. Zu der Zusammenarbeit kam es vor allem dadurch, dass ich momentan die Schlagzeugspuren für seine neue MOUNTAIN KING Platte mache. Und als ich ihn dann gefragt hatte ob er Interesse hätte 2 Lieder für unsere neue Scheibe zu schreiben, hat er sofort zugesagt.

Scheint ja so als wäre URLOG doch schon sehr pro-österreichisch, das Studio "Soundtempel" von "Stefan Traunmüller" (WALLACHIA, ISEGHAAL, BIFRÖST, BLUTESZORN usw.) zeigt sich für Mix, Mastering und Abmischen verantwortlich und Juvavum Records veröffentlicht das kommende Album. Weshalb Österreich und nicht ein anderes europäisches Land?
Fimbultyr: Aus irgendeinem Grund hat es sich einfach so ergeben, dass wir mittlerweile sehr viele Kontakte in Österreich haben und dort auch viele Leute haben denen wir vertrauen. Es ist nur natürlich dann lieber in dieser Richtung Geschäfte abzuschließen, als mit irgendwelchen völlig unbekannten irgendwo in der Welt, die dann vielleicht wieder versuchen einen über den Tisch zu ziehen.

Dieses Mal verwendet ihr auch Gastmusiker, darf man fragen weshalb, ihr seid doch genügend Musiker?
Fimbultyr: Es gab zwischendurch ein paar zeitliche Probleme innerhalb der Band, durch die wir anfingen nach Alternativen zu suchen. Zum Glück hat es zum Schluss dann doch noch alles gepasst. Nur wäre es jetzt Verschwendung die Arbeit der Gastmusiker einfach zu verwerfen.

Im Übrigen erscheint momentan gerade das Tape "Krieg gegen das Kreuz" (lim. auf 300 Stück) ein Sampler mit den verschiedensten BM Bands aus Österreich und Deutschland, was verbindet euch mit diesen Bands und welcher Song wird darauf zu hören sein?
Fimbultyr: In erster Linie hat uns Einherjer Promotion, welches ja dank unserer Freunde der Antifa die Pforten geschlossen hat, vereint. Es ist eine Schande, dass ein solch selbstloses Projekt, welches vielen Musikern geholfen hat, wegen ein paar Idioten den Sinn verloren hat. Mittlerweile stehen wir aber auch mit den anderen Bands in persönlichem Kontakt und werden auch versuchen weiterhin etwas zusammen auf die Beine zu stellen. Zu hören sein wird "Blut des Kreuzes". Dieses Lied hat inhaltlich einfach am besten zu dem Thema gepasst.

Waren die URLOG Mitglieder bis 2007 alle ohne Nebenprojekte bis auf "Hymir" (ATOPIE) spielt jetzt jeder von euch in anderen Bands, wird euch eine Band zu langweilig und in welchen Bands zockt ihr genau?
Fimbultyr: Auf keinen Fall wird uns eine Band zu langweilig. Bei mir ist es so, dass ich auch etwas anderes ausprobieren wollte, was ich nicht mit URLOG machen konnte.
Sangius: Durch mein Privatleben wird zurzeit schon fast eine Band zu viel. Aber die Chance bei einer MOUNTAIN KING CD mit Satorius zusammen mitzuwirken wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Nun gut ihr wollt also nicht alle eure Projekte nennen, ich verrate sie trotzdem! Nein, wenn ihr darüber schweigt wird es akzeptiert! Hey Jungs, es war mir wie immer ein Volksfest, wir treffen uns sowieso bald wieder außerhalb des Weltnetzes!
Danke Für das Interview, uns hat es auch wie immer Spaß gemacht die Fragen zu beantworten!