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Grüß
Euch, euer Album "Harjaz" ist jetzt schon eine Zeitlang draußen,
scheint so als wäre URLOG eine der meist gehassten Bands im Untergrund,
woran liegt das?
Fimbultyr:
Grüße dich, nun ja, man kann es ja nicht jedem recht machen
was unsere Musik anbelangt. Sicherlich liegt es auch noch daran, das
uns einige nicht mögen, was die Vergangenheit von URLOG, Interviews
und auch die Veröffentlichung von "Bollwerk Germania"
angehen. Mehr braucht man denke ich nicht zu sagen, außer, dass
es die Vergangenheit war und die Meinungen und Aussagen von diversen
Leuten aus diesen Foren mir am Arsch vorbei gehen. Sollen sie sagen
und behaupten was sie wollen.
Sangius: Na ja, ich denke schon, dass diese Aussage etwas übertrieben
ist. Natürlich haben wir einiges an seltsamer Kritik zu hören
bekommen, aber selbst das Negative war noch nie richtig schlecht.
Nein
da habe ich mich auch schlecht ausgedrückt, die Kritiken halten
sich natürlich in maßen! Genauer bezieht sich meine Frage
auf eure "Harjaz" Reviews (Legacy Magazin und Finalwar Heftchen)
und gewisse Internet Foren wo sie euch gerne runtermachen oder gar als
NSBM Band hinstellen, eure Stellung in den Metal Medien scheint nicht
die beste zu sein.
Fimbultyr: Man sollte Frauen genauso wenig Reviews schreiben wie Auto
fahren lassen.
Du
bezieht dich hierbei auf Das Legacy Review von Diana Glöckner
Fimbultyr: Wie man mit Begeisterung lesen konnte, hat das Mädel
keine Ahnung was sie von sich gibt. Wenn ich schon das mit dem Helden
Epos lese, muss ich mir mehr als nur schwer einen Lachkrampf zurück
halten. Was das Finalwar Heftchen angeht, höre ich jetzt zum ersten
Mal davon, dass es so was gibt. Und da ich das Heftchen nicht kenne
und auch nicht das was sie über uns schreiben, sind sie mir genauso
egal wie ihr Magazin.
Sangius: Wir waren im Finalwar Heftchen? Sachen gibt's. Was haben die
denn geschrieben? Die Schreiberin vom Legacy Magazin hat sich durch
ihre Sätze selbst ins Abseits gestellt. Wenn man zuerst schreibt,
dass unsere Texte einfallslos sind, später aber meint, dass es
was gutes hatte, dass wir diese nicht abgedruckt hätten und die
Liednamen "schlimmste Heldenlyrik vermuten lassen" .Dann zeigt
dies nur, dass sich die Person in keinster Weise mit dem ganzen auseinandergesetzt
hat. Man kann etwas, das man nicht kennt, nicht als einfallslos bezeichnen.
Deswegen nehme ich das ganze auch nicht wirklich ernst. Die einzige
ernstzunehmende Kritik, die ich bis jetzt gehört habe, war die
schlechte Soundqualität. Das diese nicht die beste ist, lässt
sich auch nicht leugnen. Aber dafür, dass ich das erste mal versucht
habe, so was zusammen zu schneiden und zu mischen, finde ich es eigentlich
ganz ok. Aber ich bin auch froh, mich nicht mehr darum kümmern
zu müssen. Denn für die nächste CD Aufnahmen haben wir
in einem Tonstudio. Was die Bezeichnung als NSBM Band angeht, durfte
ich letztens erst wieder lesen, dass wir wohl eine Szenebekannte Band
wären. Da sieht man mal, dass wenigstens die Antifa unsere Musikqualität
zu würdigen weiß. Aber mal ernsthaft, ich habe mittlerweile
keine Lust mehr mir über diese Affen Gedanken zu machen.
Habt
ihr wirklich immer noch nach der Veröffentlichung eurer Mini-Cd
"Bollwerk Germania" 2006 mit vorurteilen zu kämpfen,
da euer damaliger Drummer "Jafnhar" ohne eurem Wissens diverse
Werbungen im Booklet abdrucken hat lassen oder bezieht sich diese unwissende
Hetze doch mehr auf dem Song "Kulturkampf" und dem Refrain
"Tod dem Islam
"?
Fimbultyr: Irgendwo gibt es immer noch welche, die uns wegen
der Mini-CD als NSBM Band hinstellen wollen. Scheinbar wird man hier
in Deutschland schnell zur einer NS begeisterten Band, sobald Wörter
wie Germania vorkommen.
Sangius: Wenn wir die Sache mit Jafnhar mal außen vor lassen,
dann muss ich sagen: Ja, die Bollwerk Germania wird uns immer noch vorgeworfen.
Und, nein, die Leute haben sich nie tief genug mit der ganzen Sache
auseinandergesetzt um eine Kritik die über "die CD heißt
Bollwerk Germania also sind es Nazis" hinausgeht.
Wieso
wird es eigentlich in dem Genre akzeptiert das man gegen das Christentum
wittert, doch wenn man gegen jegliche andere Religionen wie Judentum
oder dem Islam singt, wird man sofort als rechtslastig eingestuft und
muss damit rechnen das Black Metal Medien(!) der Band keine oder kaum
mehr Beachtung schenken weil man ja von irgendeinem Antifa Tölpel
als Nazi Band hingestellt wird?
Fimbultyr: Ich verstehe die ganze Aufregung darüber auch nicht.
Denn wenn man sich genauer informiert, dann weiß man auch, dass
das Juden-Christentum, wie auch der Islam aus der gleichen Kinderwiege
entstammen. Also wieso darf/sollte man nicht auch das recht haben, gegen
diese Großsekten zu singen/hetzen. Egal wie viel Jahrzehnte/hunderte
vergehen, bestimmte Sekten aus dem Orient bleiben ein Tabu Thema. Deswegen
singen die meisten Bands auch nicht gegen Sie, da sie so geschickt dem
Ärger aus dem weg gehen wollen. Aber ob dies ein Ausweg ist, bezweifle
ich, denn wenn die Antifa nichts gegen deine Musik in der Hand hat,
wird diese rote Brut eben was erfinden. Es ist eine neuzeitliche Hexenjagd
und die heilige Inquisition ist diesmal die Antifa.
Sangius: Kompliziertes Thema, einfache Antwort: Weil die Menschen dumm
und feige sind. Hinzukommt ihr beschränktes Weltbild und die Unfähigkeit
zu denken. Ich könnte das ganze jetzt zwar näher ausführen,
aber ich schließe das ganze lieber mit einem Zitat von Curt Goetz
ab. "Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich
von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht."
Sollten
doch gerade Black Metal Magazine, Bands nicht ausgrenzen, anhand von
religionsfeindlichen Texten, Black Metal ist doch eine extreme Form
der Musik, doch wenn sich schon in den eigenen Reihen Personen befinden,
die Ausschließen und Bands auf den imaginären Index setzten,
da frage ich mich wie es in naher Zukunft um unsere Musik bestellt ist!
Fimbultyr: Es gibt genügend Black Metal Zines, die sich nicht der
Hexenjagd angeschlossen haben und diesen Bands eine Chance geben, ihre
freie Meinung zu äußern. Vor kurzen sah ich auf einer Internetseite,
"Buddah statt Wotan". Über solche Aussagen regen sich
die großen Magazine nicht auf, sondern unterstützen noch
so eine morbide Aussage.
Du
beziehst Dich hier auf die Wikinger Band KROMLEK und deren ex Sänger
aus Franken
Fimbultyr: Aber zurück zum Thema. In naher Zukunft wirt die extreme
Form des Black Metals weiter bestehen, da wir nicht abhängig sind
von irgendwelchen Zensur Heftchen oder Labels.
Sangius: Je mehr Menschen in einer Szene agieren, desto mehr Idioten
sind um einen rum. Sich zu isolieren würde allerdings einen Rückzug
darstellen und einen daran hindern sich weiter zu entwickeln. Ich denke,
dass sind alles natürliche Vorgänge die immer wieder auftreten
wenn Menschen in größeren Gruppen sich einem Thema widmen.
Wir befinden uns zurzeit an einem Tiefpunkt, aber ich denke durch die
Arbeit der Menschen denen das ganze noch wirklich am Herzen liegt, wird
sich ein neuer Weg finden lassen, diese Kunst richtig auszuleben.
Neues
Label wurde auch gefunden, was versprecht ihr euch von Juvavum Records
Österreich?
Sangius: Weniger Arbeit für uns selbst. Nein, ernsthaft, ich denke
die Zusammenarbeit mit Juvavum Records wird uns viel Arbeit abnehmen
und uns die Möglichkeit geben, die Qualität der nächsten
CD in vielerlei Hinsicht zu verbessern.
"Weltenbrand"
so der neue Arbeitstitel des kommenden Albums was wird man erwarten
können?
Fimbultyr: Eine Portion voller Hass. Lasst euch einfach mal überraschen.
Sangius: Wir befinden uns gerade mitten in den Aufnahmen, deswegen ist
es nicht so leicht ein Urteil darüber abgeben zu können, wie
das fertige Werk aussehen wird. Aber ich hoffe doch mal, dass wir es
geschafft haben uns zu steigern.
Eure
erste richtige Studioproduktion darüber hinaus habe ich erfahren,
dass der Schweizer Führende Black Metaller "Satorius"
(MOUNTAIN KING, ex AMON Basser) ein paar URLOG Tribute Songs für
"Weltenbrand" einspielen wird, wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Sangius:
Ich will noch nicht zuviel versprechen, aber ich hoffe doch, dass es
so klappt wie du es beschreibst. Zu der Zusammenarbeit kam es vor allem
dadurch, dass ich momentan die Schlagzeugspuren für seine neue
MOUNTAIN KING Platte mache. Und als ich ihn dann gefragt hatte ob er
Interesse hätte 2 Lieder für unsere neue Scheibe zu schreiben,
hat er sofort zugesagt.
Scheint
ja so als wäre URLOG doch schon sehr pro-österreichisch, das
Studio "Soundtempel" von "Stefan Traunmüller"
(WALLACHIA, ISEGHAAL, BIFRÖST, BLUTESZORN usw.) zeigt sich für
Mix, Mastering und Abmischen verantwortlich und Juvavum Records veröffentlicht
das kommende Album. Weshalb Österreich und nicht ein anderes europäisches
Land?
Fimbultyr: Aus irgendeinem Grund hat es sich einfach so ergeben, dass
wir mittlerweile sehr viele Kontakte in Österreich haben und dort
auch viele Leute haben denen wir vertrauen. Es ist nur natürlich
dann lieber in dieser Richtung Geschäfte abzuschließen, als
mit irgendwelchen völlig unbekannten irgendwo in der Welt, die
dann vielleicht wieder versuchen einen über den Tisch zu ziehen.
Dieses
Mal verwendet ihr auch Gastmusiker, darf man fragen weshalb, ihr seid
doch genügend Musiker?
Fimbultyr: Es gab zwischendurch ein paar zeitliche Probleme innerhalb
der Band, durch die wir anfingen nach Alternativen zu suchen. Zum Glück
hat es zum Schluss dann doch noch alles gepasst. Nur wäre es jetzt
Verschwendung die Arbeit der Gastmusiker einfach zu verwerfen.
Im
Übrigen erscheint momentan gerade das Tape "Krieg gegen das
Kreuz" (lim. auf 300 Stück) ein Sampler mit den verschiedensten
BM Bands aus Österreich und Deutschland, was verbindet euch mit
diesen Bands und welcher Song wird darauf zu hören sein?
Fimbultyr:
In erster Linie hat uns Einherjer Promotion, welches ja dank unserer
Freunde der Antifa die Pforten geschlossen hat, vereint. Es ist eine
Schande, dass ein solch selbstloses Projekt, welches vielen Musikern
geholfen hat, wegen ein paar Idioten den Sinn verloren hat. Mittlerweile
stehen wir aber auch mit den anderen Bands in persönlichem Kontakt
und werden auch versuchen weiterhin etwas zusammen auf die Beine zu
stellen. Zu hören sein wird "Blut des Kreuzes". Dieses
Lied hat inhaltlich einfach am besten zu dem Thema gepasst.
Waren
die URLOG Mitglieder bis 2007 alle ohne Nebenprojekte bis auf "Hymir"
(ATOPIE) spielt jetzt jeder von euch in anderen Bands, wird euch eine
Band zu langweilig und in welchen Bands zockt ihr genau?
Fimbultyr: Auf keinen Fall wird uns eine Band zu langweilig. Bei mir
ist es so, dass ich auch etwas anderes ausprobieren wollte, was ich
nicht mit URLOG machen konnte.
Sangius: Durch mein Privatleben wird zurzeit schon fast eine Band zu
viel. Aber die Chance bei einer MOUNTAIN KING CD mit Satorius zusammen
mitzuwirken wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Nun
gut ihr wollt also nicht alle eure Projekte nennen, ich verrate sie
trotzdem! Nein, wenn ihr darüber schweigt wird es akzeptiert! Hey
Jungs, es war mir wie immer ein Volksfest, wir treffen uns sowieso bald
wieder außerhalb des Weltnetzes!
Danke Für das Interview, uns hat es auch wie immer Spaß gemacht
die Fragen zu beantworten!
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