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Grüß
dich Ördögvér. Schön dass du die Zeit gefunden
hast für dieses Interview. Wie spielt dir das Leben, so knapp nach
dem Release von "Köd" ?
Hailz!
Nun, ich freue mich dass das Album endlich draußen ist nach all
den Schwierigkeiten. War eine etwas schwierige Geburt. Ansonsten hab
ich genug um die Ohren momentan.
Ich
hörte von anfänglichen, diversen Computerproblemen rund um
die Veröffentlichung. Was kannst du mir genau dazu erzählen?
Die Version
von "Köd" die jetzt erhältlich ist, ist tatsächlich
die 2. Aufnahme. Die erste Aufnahme war im Sommer 2006 bereits fertig,
Instrumente waren komplett eingespielt, ich war am abmischen als sich
die Festplatte verabschiedet hat. Zum Glück hatte ich wenigstens
die Schlagwerk-Aufnahmen gesichert. Es war aber ein ordentlicher Rückschlag,
kurz vor der Fertigstellung neu anfangen zu müssen, aber anderseits
bin ich mit der 2. Version auch zufriedener, als mit der Ursprünglichen.
Habe die Songs um viele Details erweitert während der Zweitaufnahme.
Welche
Gedanken spiegeln sich in "Köd" wieder? Welche Ideen
hast du verfolgt beim Schreiben deiner Lyrics?
"Köd"
umfasst verschiedene Themengebiete, da es ursprünglich als erstes
und auch letztes Romboló Album geplant war. Lyrisch ist es sehr
persönlich gehalten, meine Wurzeln, Gedankengänge und Träume
sind unter anderem erhalten. Die Hauptidee hinter dem Album ist aber
sicherlich die dunkle, mystische Seite der Welt, die verborgenen Gedanken
und Szenen, die mir persönlich fehlen bei anderen Bands.
Beim
erstmaligen Hören des Albums fielen mir gleich die teils rockigen
Passagen ins Ohr. Hast du es bewusst darauf angelegt, dieser Black Metal
Scheibe einen "groovigeren" Touch zu verleihen?
Nein, eigentlich
nicht, den Groove hat das Album mehr dem damaligen Session-Drummer und
meinem guten Freund Blitzgreek zu verdanken, der den Songs noch einen
ordentlichen Arschtritt gegeben hat. Er hat die Schlagzeug spuren etwas
vereinfacht, ich bin im Nachhinein aber froh darüber, so fällt
das Album nicht zu deftig aus. Auf der anderen Seite finde ich es sehr
wichtig, dass eine Metal Scheibe einen gewissen Groove hat, aber bei
"Köd" hab ich es eigentlich nicht drauf angelegt. Das
nächste Album wird wesentlich rockiger ausfallen.
Somit
kommen wir schon zur nächsten Frage: Wie sieht es mit neuem Klangmaterial
aus? Gibt es schon den ein oder anderen Song oder möchtest du die
nächste Runde etwas ruhiger angehen?
Ich will
keine Zeit verschwändet. Die Kompositionen sind so gut wie abgeschlossen,
3-4 Songs müssen noch abgeschlossen werden. Habe außerdem
Sargon angeheuert, ein ausgezeichneter Drummer, der dieses Werk eintrommeln
wird. Schlagzeugaufnahmen sind für Anfang Herbst geplant. Ich würde
sagen das neue Album könnte in einem Jahr etwa erhältlich
sein.
Als
Veröffentlichungsplattform für "Köd" galt das
neue Wiener Label Division Nordwolf. Wie kam es zur Zusammenarbeit?
Soweit
ich mich richtig erinnere kam ich durch Obskene Sonare zu Division Nordwolf.
Akanoth veröffentlichte damals über Nordwolf, und es schien
für mich nach der Pleite von Black Edge als die günstigste
Alternative, da ich auch nach Wien umgezogen bin. Zwar nahm Nordwolf
die Veröffentlichung auf die leichte Schulter, das Album hätte
vor einem halben Jahr schon erscheinen können, aber ich bin trotzdem
froh über die Entscheidung, schließlich trink ich mit den
Jungs vom Label mal die ein oder andere Kiste Bier, und das ist das
was zählt im Metal, nicht die Kohle oder sonstiger materieller
Dünnschiss.
Was
haltest du von der derzeitigen Musiklage, speziell im Black Metal Bereich?
Musikalische Ausbeutung oder kreatives Scheitern?
Ich muss
ehrlich sagen ich kümmere mich einen Scheiß darum was passiert
im Black Metal rundum mich. Die meisten sind eher unkreativ, dieselbe
Scheiße wird seit Jahren durchgerührt oder noch schlimmer
mit anderen Stilen aus dem Metal Bereich gepantscht und die dampfende
Scheiße noch mal umgerührt. Die wenigen besonderen Bands
werden meist auch verkannt, die Fans da draußen sind oft sehr
engstirnig, neue Sachen werden ungern wahrgenommen. Für mich persönliche
ist Metal an sich schon sehr ausgebeutet, entdecke nur noch selten Bands
die mich ansprechen. Wenn dann sind es meist Underground Bands. Bekanntere
Bands reiten nur noch dem Geld, der Erfolg oder den Teenies nach, wirklich
gute Sache kommen von den großen Bands sehr selten. Die Suche
nach kleinen Bands lohnt sich, wenn man der Meinung ist, man hätte
schon alles gehört was der Heavy Metal zu bieten hat. Besonderer
Tipp ist das neue Album der österreichischen Schwarzstahlhorde
Iseghaal!
Wie
sieht es eigentlich mit Attacken vor anwesendem Publikum aus? Sind in
diesem Jahr schon irgendwelche Konzerte geplant?
Romboló
Konzerte wird es geben, wir werden Bars und Bühnen in Schutt und
Asche legen, aber die Zeit ist noch nicht reif. Ich bin langsam auf
der Suche nach fähigen Live-Musikern. 2008 wird es eher keine Romboló
Konzerte geben.
Wird
man dich dann auf verschiedenen Festivals oder Konzerten diverser Bands
treffen können oder haltest du dich eher bedeckt in den eigenen
4 Wänden auf?
Zeitlich bin ich recht eingeschränkt, bin normalerweise nur auf
den eigenen Konzerten (Tyrants, Selbstentleibung). Manchmal treibe ich
mich auf Underground-Konzerten herum, große Bands schaue ich mir
eigentlich nur noch sehr selten an. Festivals? Kaltenbach Open Air heuer,
sonst nichts.
Nun
gut, das war es dann auch schon wieder. Ich danke dir Ördögvér
für das interessante Interview und deine investierte Zeit und wünsche
Romboló noch alles Gute für die Zukunft. Wie gewohnt, die
letzten Worte gehören dir!
Romboló erkennt Kosovo nicht als eigenes Land an! Heil Satan!
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