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GRIMFORST
geführt
mit "Greif" & "Ger"
- Montag, 02.02.2009
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Heute
zu Gast bei WINTERWALD: Die Mannen "Greif" und "Ger"
von GRIMFORST aus Kärnten. Da man im Internet nur spärlich
irgendwelche Informationen über GRIMFORST finden kann, stellt euch
doch besser selbst mal kurz vor!
Greif:
Erstmal einen Gruß von unserer Seite. GRIMFORST ging aus einem
mehr oder weniger stümperhaften Ein-Mannprojekt namens BLATTSCHUSS
hervor. Ich "veröffentlichte" zwei Demos welche, glücklicherweise
nur im Freundeskreis herum gereicht wurde. Einzig der Gemeinschaftstonträger
mit WINTERTOD (eine Gruppe aus Kärnten, nicht die aus Deutschland)
"Again united at the Battlefield" war einigermaßen hörbar,
wobei ich auch erstmals einen Bass verwendete und somit "Ger"
fragte ob er nicht jenen übernehmen möchte. So ausgerüstet
schrieben wir die ersten Lieder, schnell zeigte sich "Ger"
als besserer Sänger als Bassist, und in dieser Konstelation probten
wir fast ein Jahr.
Ger: Ich hatte "Greif" schon ein paar Texte gegeben und angefragt
ob er jene nicht vertonen möchte. Umso besser traf es sich das
er auch gleich einen Bassisten suchte. Da uns dies zu wenig erschien
beschlossen wir einen zweiten Gitarristen in die Mannschaft aufzunehmen.
Diesen fanden wir in "Ternoc". Der Posten des Schlagzeugers
blieb lange Zeit unbesetzt, bis "Ternoc" "Arminius"
auftat. Dieser bewährte sich bald als ausgezeichneter Musiker.
Schlussendlich, nach einem kurzem Zwischenpiel von "Svartnir Goroth"
am Bass, wurde "Vargrim" unser endgültiger Bassist.
Eurer
nächster Auftritt wird am 30ten Jänner in Wien stattfinden,
um genau zu sein beim "Vienna In War" Konzert. Was erwartet
ihr von diesem Abend?
Greif: In erster Linie freuen wir uns wieder einmal vor Publikum spielen
zu dürfen. Was erwarten wir von dem Abend? Ich für meinen
Teil hoffe, dass wir uns so präsentieren können, wie wir es
uns vorstellen und dass der Funke auf die Menge überspringt.
Ger: Kann mich dem nur anschließen, da es in letzter Zeit Konzerte
dürftig gesät waren, und es auch zu einigen Absagen kam, sind
wir alle mittlerweile mehr als erpicht darauf unsere Musik unters Volk
zu bringen. Erwarten tue ich mir einfach einen guten Abend, mit guter
Stimmung und guter Musik..
Die
Antifa ist derzeit ein sehr umstrittenes Thema in der Metal Welt. Laut
meinen Informationen hat sich nun jene auch schon für dieses Konzert
in Wien "vorangekündigt". Was haltet ihr davon? Wie steht
ihr zu deren Vorgehensweisen?
Greif: Ich denke Black Metal war und ist schon immer ein Genre gewesen
welches sowohl musikalisch wie lyrisch stark polarisiert. Viele Themen
welche ihren Widerklang in der Musik finden, stoßen bei den nicht
"Szenevertrauten" auf Widerwillen oder gar Abneigung. Massenmord
in jeglicher Colour, welcher seinen Ausdruck in der meist misanthropischen
Grundhaltung vieler Gruppen wieder findet, jedoch vollkommen losgelöst
von politischer Motivation ist, gibt jener Organisation natürlich
genug Zündstoff um gegen eben jene vorzugehen. Ich will damit zum
Ausdruck bringen, dass Blackmetaler eben einen anderen Zugang zu menschenverachtenden
Systemen, Taten oder Kriegen haben und diese nunmehr anders verarbeiten
und bewerten als die Antifaschistische Aktion. Wobei dies nicht impliziert
das sie die Mechanismen im Hintergrund gut heißen. Das dieses
Konzert nicht stattfinden wird halte ich für unwahrscheinlich,
jedoch nicht ausgeschlossen.
Ger: Für mich ist das Ganze ein ziemlich leidiges Thema, denn was
soll man als Musiker schon davon halten, wenn Konzerte auf Grund des
Druckes einer Organisation, abgesagt werden, ohne das diese eine nachvollziehbare
"Beweisführung" für ihr Tun vorliegt, sondern sich
auf Halbwahrheiten und Ihre Meinung stützt. Sollen sie es sich
doch ansehen, sie werden feststellen, dass es "einfach nur"
ein Black Metal Konzert ist..
Nach
"Vienna In War", gibt es bereits andere bestätigte Konzerte
oder Festivals, wo man sich GRIMFORST zu Gemüte führen kann?
Greif: Wir werden wohl im Juni in Kärnten einen weiteren
Auftritt geben, jedoch haben wir einen engen zeitlichen Rahmen aufgrund
von Arbeit bzw. Universität.
Ger: "Rape for Satan" am 28 März auf der Burg Frauenstein
in Salzburg, wenn alles gut geht..
Kommen
wir zurück zu eurer Musik zu sprechen: Arbeitet ihr derzeit an
einem Album? Wenn ja, wie weit seit ihr mit euren Vorbereitungen schon
vorangekommen?
Greif: Arbeiten ist gut. Wir haben vor mittlerweile gut zwei Jahren
das erste Album aufgenommen. Jedoch waren wir mit einigen Komponenten
nicht zufrieden. Wobei jedoch im zweiten Anlauf der Gesang sowohl an
Tiefe wie Varianz gewann und es im Nachhinein betrachtet dem Album mehr
als gut getan hat. Auch das neuerliche Mischen festigte unseren Entschluss
darin, mit der Veröffentlichung noch zu warten. Jedoch hoffen wir,
dass es sich bis Ende Jänner soweit erledigt hat. Immerhin hat
"Varg" (nicht der aus Norwegen hehe) eine wunderbare Arbeit,
mit den Zeichnungen für eben jenes, geleistet. Ein Dankeschön
noch mal von unserer Seite.
Ger: Zum einen der Gesang, der eine zweites Mal aufgenommen wurde und
zum anderen das klangliche Gesamtbild welches uns nicht zufrieden stellte.
Zum einen der Gesang, der eine zweites Mal aufgenommen wurde und zum
anderen das klangliche Gesamtbild welches uns nicht zufrieden stellte.
Jetzt müsste es nur noch gemastert werden, wobei sich hier das
Studio, welches sich anfangs als sehr angenehm erwies, nunmehr eher
durch Nachlässigkeit als Professionalität auffällt..
Wo
nehmt ihr eure Inspirationen für eure Lyriken her? Spielen Gefühle
und Begebenheiten eine gewisse Rolle in euren Texten und oder sind sie
meinst frei erfunden?
Ger: Von meiner Seite aus gesprochen, spielen sowohl Gefühle und
Begebenheiten eine Rolle. Es gibt aber auch rein Erfundenes, je nach
Stimmung. Natürlich werden auch persönliche Interessensgebiete
mit eingebunden, sei es Geschichte oder die Jagd.
Greif: Ich für meinen Teil würde wohl ebenso Gefühle
und Stimmungen als Inspiration heran ziehen. Diese sind jetzt keineswegs
ortsgebunden, ich schreibe schon mal Texte über Phänomene
der Natur mitten in der Stadt, oder über Feuer, Asche und Tod an
einem idyllischen Teich bei abendgüldenem Himmel..
Derzeit
herrscht ja eine rege Flut von Split-Veröffentlichungen. Habt ihr
schon mal daran gedacht, ne Split an den Mann zu bringen oder besteht,
direkt gesagt, kein Interesse daran?
Greif: Es ist eine mit FLAMMENSTURM angedacht, welche vom Konzept her
bereits ausgearbeitet ist. Wir haben uns da etwas überlegt, was
sich hoffentlich von anderen "Split`s" abhebt und somit persönlicher
wird und unsere lange Freundschaft widerspiegelt.
Weil
du gerade FLAMMENSTURM ansprichst: laut meinem Wissens teilt ihr euch
ja den Proberaum mit FLAMMENSTURM im Moment. Wie kam es zu dieser Zusammenkunft?
Woher kennt man sich untereinander?
Ger:
Das ist mittlerweile schon einige Jahre her. Wir hatten damals einen
Proberaum in Klagenfurt, und unser jetziger Bassist brachte damals "Wulf
Degan", "Mortician" und "Mephisto" samt einer
Kiste Bier pro Mann mit. Somit war es selbstverständlich sie bei
uns proben zu lassen.
Greif: Schnell entwickelte sich eine gute Gesprächsbasis, welche
sich vor allem mit "Wulf Degan" zu einer tiefen Freundschaft
verdichtete. Als sich im Laufe der Zeit die beiden Gruppen herauskristallisierten
lag es nur in der Natur der Dinge, dass man sich gegenseitig Unterstützung
angedeihen ließ und lässt.
In
Österreich gibt es genügend Black Metal Bands; die wenigstens
werden gekannt, die meisten sind so gut wie unbekannt. Wie steht ihr
zu dieser Szene? Seht ihr euch als Teil davon oder hat das für
euch keinen Wert und deshalb macht man einfach das, was man will?
Greif:
Mir geht es eigentlich nicht darum ob jemand Teil der "Szene"
ist, welche meines Wissens in Österreich doch sehr lebendig ist,
vielmehr ist mir der Menschen oder die Menschen dahinter wichtig. So
sehe ich es nicht ein nur der "Szene" wegen Kontakt zu Gruppen
zu pflegen welche von Leuten ausstaffiert werden, welche mir persönlich
zuwider sind. Umso mehr Freud es mich Personen kennen zu lernen welche
sowohl auf persönlichen, wie musikalischen Niveau einiges mitbringen.
Wie gesagt wir sind nicht gerade die fleißigsten Konzertbesucher
oder Netzbenützer (für uns beide gesprochen, wie es der Rest
von uns hält vermag ich nicht zu sagen).
Ger: Da ich mir nur am Rande mit der "Szene" und ihren Gruppen
beschäftige, kann ich nicht viel darüber sagen. Es liegt auch
nicht in meinem Interesse noch mehr als die bisherigen Kontakte aufzubauen.
Außer es ergibt per Zufall.
Wir
sind bereits auf der Zielgeraden des Interviews angelangt. Welche Cds
drehen sich derzeit in euren Playern? Welche Bands hört ihr sehr
gerne in diesen Tagen?
Greif:
Eigentlich nur Neofolk und zwar: SONE HAGAL (vor allem die "Jordansfrost"
ist zu empfehlen), FORSETI, FALKENSTEIN und LEGER DES HEILS (im besonderen
die "Memoria").
Ger: Dito!
Dann
bleibt mir nichts mehr anderes übrig, als mich bei GRIMFORST für
das Interview zu bedanken und auch noch alles Gute für die weiteren
Machenschaften zu wünschen und auf gute (und vor allem) viele Liveauftritte
in werter Zukunft! Die letzten Worte gehören natürlich euch!
Greif:
Ein Dank auch von unserer Seite. Wünschen dir viel Erfolg mit deinem
Magazin und mir bleibt nur mehr zu sagen: "Wo Menschen auf falschen
Fundamenten aufbauen, ist das Verderben umso größer, je mehr
sie bauen." Hobbes, Leviathan.
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